Nach einer kleinen Sommerpause zum Bier des Monats melde ich mich mich mit einem eindrucksvollen Bier zurück – dem Freudenecker Bockbier. Ein wirklicher Genuss, den ich in Worten nur schwer beschreiben kann, ich probiers trotzdem.
Hier die Fakten:
16,2 % Stammwürze und 6,8 % Alkohol machen dieses Bier zum Bock.
Gebraut mit Pilsner Malz und CaraPils von der Bamberger Mälzerei.
Doch was macht dieses Bier zum Bier des Monats? Feinporiger Schaum, cremig und weich, ein Schaum bei dem man nicht gleich das Flüssige darunter vermisst. Der Schaum steht lange im Glas. Der Geruch ist dieser typische, bei ehrlich gebrauten Bieren: gehaltvoll und nach Getreide, untergärig kalt vergoren.
Im Antrunk macht sich im gesamten Mund ein starkes angenehmes Prickeln breit. Kurz danach kommt der sehr gehaltvolle, malzige Körper in den Vordergrund, und dann liebe Bierfreunde, dann knallts ordentlich. Lange noch nach dem Schlucken, verbreitet sich ein Hopfen-Aroma, das ich so bei einem fränkischen Bier noch nicht erlebt habe. Das Aroma erinnert eher an ein IPA, weniger an ein Bier aus dem Bamberger Umland. Es scheint, als wäre der Abgang eine einzige Hopfen-Sinfonie.
Die Mischung aus den Sorten Tradition und Select ist bei diesem Bier genial, genial für alle die, die einen ausgeprägten Hopfen-Geschmack mögen. Und hier trennt sich dann auch die Spreu vom Weizen: Diese beiden Aroma-Hopfenssorten aus Spalt und der Holledau haben nichts mit dem zu tun, was die Allgemeinheit unter Hopfenbittere versteht und in Brauereien wie Jever oder Becks seinen Absatz findet. Ein Vergleich macht daher auch keinen Sinn. Genau wie ein Toastbrot nichts mit einem Sauerteigbrot aus dem Holzofen zu tun hat.
Dass Bockbiere ihr "mehr an Süße" durch eine extra Gabe an Hopfen ausgleichen können, ist bekannt. In einer solch gelungenen Abstimmung allerdings ist der Freudenecker Bock 2011 mit Sicherheit einzigartig. Eine Delikatesse!!
Erhältlich in 5 Liter Party Dosen, im Fass, und als Liter-Flaschen in der Brauerei Fischer in Freudeneck.











wenns schmeckt?
Letztlich ist es ja egal, ob das Kaiserdom ist oder nicht, schmecken muß es, und wenns schmeckt hats auch seine Berechtigung. Ob das eine Tochter Firma mit strickter Trennung zum Hauptkonzern Braut, oder ob das ne eigenständige Brauerei ist die lediglich das Sudhaus anmietet spielt keine Rolle. Was allerdings auffällig ist, das der Mutterkonzern, wie auch immer man ihn nennen will, scheinbar klare Abgrenzungen schafft. Wie schlau war der Fred aus LA, als er uns im Interview erzählte: "Wenn man den Marketing Leuten mehr bezahlt als den Brauern, hat man vielleicht mehr Erfolg, aber kein so gutes Bier......